01 / Kapitel
Warum Farben auf E-Ink blasser wirken
Ein E-Ink-Display leuchtet nicht, es reflektiert Licht. Bei Kaleido 3 liegt zusätzlich ein Farbfilter über dem Display, der etwas Licht schluckt. Das Ergebnis sieht aus wie ein farbiger Zeitungsdruck: angenehm für die Augen, aber nie so leuchtend wie ein iPad.
Das ist keine Fehleinstellung, sondern Absicht. Erwarte Papier, dann bist du zufrieden. Willst du Fotos in voller Pracht, ist E-Ink das falsche Werkzeug.
Unser Rat: Vergleiche dein Farb-E-Ink mit bedrucktem Papier, nicht mit einem Bildschirm. Dann stimmt die Erwartung.
02 / Kapitel
Frontlicht und Lichtfarbe
Bei Tageslicht brauchst du kein Frontlicht, die Farben wirken dann am natürlichsten. Abends oder im Büro hebt das Frontlicht Farben sichtbar an. Viele Geräte lassen dich zwischen kaltem und warmem Licht mischen: Kühleres Licht macht Farben klarer, warmes Licht ist angenehmer beim Lesen von Text.
Stell dir zwei Profile ein, falls dein Gerät das erlaubt: eines für farbige Dokumente mit kühlerem Licht, eines fürs Lesen abends mit warmem Licht. E Ink beschreibt für Kaleido 3 ein Frontlicht mit reduziertem Blaulichtanteil.
Unser Rat: Für Farbe kühler, für Text abends wärmer. Zwei Lichtprofile decken fast alles ab.
03 / Kapitel
Bildwiederholung, Ghosting und Vollrefresh
E-Ink baut nur die Teile des Bildes neu auf, die sich ändern. Dabei bleiben manchmal Schatten der vorherigen Seite stehen, das Ghosting. Ein Vollrefresh zeichnet die ganze Seite neu und räumt die Schatten weg. Bei Farbdisplays ist das häufiger nötig, weil Farbflächen mehr Reste hinterlassen.
Android-Geräte wie BOOX bieten mehrere Bildwiederholungsmodi: einen klaren Modus für Text, einen schnelleren für Scrollen und Apps mit mehr Ghosting. Stell den Modus je App ein: klar für Lesen und Notizen, schnell für Browser und Kalender. Kindle und reMarkable regeln das automatisch, du löst höchstens den Vollrefresh aus.
Unser Rat: Lesen und Notizen im klaren Modus, Apps im schnellen. Ghosting ist normal, der Vollrefresh dein Freund.
04 / Kapitel
Kontrast, Sättigung und Schriftstärke
Viele Geräte haben Regler für Kontrast und Farbsättigung, oft je App. Erhöhe die Sättigung für Comics und Karten, lass sie für Text niedrig, sonst wirken Hintergründe grau. Dünne Schriften werden auf E-Ink leicht blass, eine Stufe fetter liest sich besser.
Bei PDFs hilft außerdem der Randbeschnitt: Weniger weißer Rand bedeutet größere Schrift und kräftigere Linien, ohne dass du zoomen musst.
Unser Rat: Stell Sättigung je Inhalt ein und wähle etwas fettere Schrift. So bleibt Farbe lesbar, ohne dass Text leidet.