01 / Kapitel
Kaleido 3: Farbfilter über Schwarzweiß
Bei Kaleido 3 liegt ein feiner Farbfilter über dem bekannten Schwarzweiß-E-Ink. Darunter arbeitet das Display mit 16 Graustufen und 300 ppi, der Filter macht daraus 4096 Farben mit 150 ppi. E Ink gibt für Kaleido 3 eine um 30 Prozent höhere Sättigung als bei der Vorgängergeneration an, dazu ein Frontlicht mit reduziertem Blaulichtanteil.
Für dich heißt das: Schwarzer Text sieht aus wie auf einem Schwarzweiß-Gerät, Farben wirken wie auf bedrucktem Papier, nicht wie auf einem Bildschirm. Kaleido 3 steckt in den meisten Farbgeräten im Katalog, von 7-Zoll-Readern bis zu 13-Zoll-Tablets.
Unser Rat: Kaleido 3 ist deine sichere Wahl, wenn du viel Text liest und Farbe als Akzent willst.
02 / Kapitel
Gallery 3: Farbe aus Pigmenten
Gallery 3 verzichtet auf den Filter. Die Farbe entsteht aus farbigen Pigmentteilchen im Display, dadurch gibt es keine getrennte, niedrigere Farbauflösung. reMarkable nutzt die Technik im Paper Pro unter dem Namen Canvas Color und nennt 229 ppi, 2160 × 1620 Pixel und bis zu 20.000 Farben.
Der Preis dafür ist der Bildaufbau: Nach übereinstimmenden Berichten brauchen Farbwechsel mehr Zeit als bei Kaleido 3, reMarkable selbst macht dazu keine Angabe. Für Notizen, Dokumente und farbige Markierungen ist das in Ordnung, für schnelles Scrollen in Apps weniger.
Unser Rat: Gallery 3 lohnt sich für dich, wenn kräftige Farbflächen wichtiger sind als Tempo. Im Katalog findest du sie im reMarkable Paper Pro.
03 / Kapitel
Spectra 6: Farbe für Schilder, nicht für dein Tablet
Spectra 6 bewirbt E Ink für Plakate, Regaletiketten und Werbeflächen im Handel, mit bis zu 200 ppi und einem erweiterten Farbspektrum. Tablets oder Reader mit Spectra 6 nennt E Ink nicht.
Liest du also von „sechs Farben“ oder „Spectra“, geht es um Beschilderung. Für deine Kaufentscheidung zählen Kaleido 3 und Gallery 3.
Unser Rat: Lass dich von Spectra 6 nicht ablenken. Zwischen Kaleido 3 und Gallery 3 fällt deine Entscheidung.
04 / Kapitel
Welche Technik zu dir passt
Nimm Kaleido 3, wenn du Bücher, PDFs und Notizen mit farbigen Markierungen willst und das Gerät auch für Apps nutzt. Das BOOX Note Air5 C, der Kindle Scribe Colorsoft, der Kobo Libra Colour und der BOOX Go Color 7 arbeiten damit.
Nimm Gallery 3, wenn du Pläne, Skizzen und Dokumente mit großen Farbflächen anlegst und ein ruhiges Schreibgerät ohne Apps willst. Das reMarkable Paper Pro ist der Vertreter dieser Technik mit 11,8 Zoll.
Unser Rat: Entscheide nach deinem Inhalt: Text mit Akzenten gleich Kaleido 3, Flächen und Skizzen gleich Gallery 3. Die passenden Geräte findest du unten.
05 / Vergleich
Kaleido 3 und Gallery 3 im Vergleich
Angaben laut E Ink und reMarkable, Stand 21. Oktober 2026.
| Merkmal | Kaleido 3 | Gallery 3 (Canvas Color) |
|---|---|---|
| Farberzeugung | Farbfilter über Schwarzweiß-E-Ink | farbige Pigmente im Display |
| Farben | 4096 laut E Ink | bis zu 20.000 laut reMarkable |
| Auflösung | 300 ppi Schwarzweiß, 150 ppi Farbe | 229 ppi beim reMarkable Paper Pro |
| Bildaufbau | schnell, auch für Apps | langsamer bei Farbwechseln laut Berichten |
| Frontlicht | ja, laut E Ink mit reduziertem Blaulicht | ja, beim Paper Pro |
| Geräte im Katalog | BOOX, Kindle Scribe Colorsoft, Kobo, Bigme, PocketBook | reMarkable Paper Pro |
Merke: Schärfe und Tempo sprechen für Kaleido 3, Farbtiefe für Gallery 3.